Zusammenhanglose Fragmente meiner Gedanken
Über Ostern war ich nicht im Lande. Meine Mutter hat ihren 65. Geburtstag gefeiert und so haben wir uns mal wieder zusammen gefunden. Traditionell in Südtirol, weil es meine Eltern da hinzieht. Zur Erholung vom Alltag. Abspannen. Kraft und Energie tanken.
Wenn ich dann so oben auf dem Berg sitze, mir die Sterne angucke und die ruhige aber kühle Nacht spüre, dann stelle ich mir vor wie es wäre, wenn ich weit weg von all den Verpflichtungen sein würde. Keinen Stress mehr im Büro, nichts was mit Rollenspiel zu tun hat. Nur meine Frau, der Hund, meine Bücher und Ich.
In den letzten Jahren kommt das Gefühl immer öfter auf. Ich geniesse die Zeit in der ich nicht erreichbar bin, keine Emails beantworten und mich um nichts kümmern muss. Schon jetzt hab ich keinen richtigen Spass mehr bei meinen Spielrunden, gehe eigentlich nur noch hin, weil ich gern mit den Leuten zusammen bin. Gaming without Gaming hat es ein Freund so treffend genannt. Ich schätze die Leute mit denen ich mich umgebe sehr, gerade in den letzten Jahren sind es immer weniger geworden, die Schmarotzer hab ich aussortiert. Die Lügner, die falschen Freunde.
Brettspiele machen mir weitaus mehr Spass als Paper & Pen Runden. Früher war es genau das Gegenteil. Es macht mir wahnsinnig Freude anderen Rollenspielern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, hilfreich Tipps geben. Einen Blog betreiben, Foren zu administrieren. Nur leiten, spielen, das gibt mir immer weniger.
Nachtrag im Mai:
Und wieder war ich für ein paar Tage in Südtirol. Der Anlaß war diesmal Muttertag.
Es manifestiert sich bei mir immer mehr das ich dem Rollenspiel entsage und mich hin zu Karten- und Brettspielen begebe. Einzig Unknown Armies ist sowas wie ein rollenspielerischer Fixpunkt der mich interessiert. Ist einfach ein sehr einfaches System mit der besten Welt die es gibt. Unserer.













