Fortsetzungen

Eine lästige Angewohnheit von Autoren der Neuzeit ist es, Fortsetzungsromane zu schreiben und alles bis zum unerbittlichen Ende (und darüber hinaus) auszuwälzen. Christoph Marzi ist da keine Ausnahme. Kaum hat er seine Trilogie [1] um die Waise Emily Laing, den Alchemisten Wittgenstein, Lucifer und Lilith beendet, wird der nächste Band hinterhergeschoben.

Schön die neue Reihe (ich bin sicher es werden wieder 3 Bände), spielt in Amerika, aber alte Bekannte (Mr. Fox und Mr. Wolf, Lilith. Lucifer) tauchen auf, neue wie Wittgensteins Tochter werden eingeführt.

Nun vielleicht sind es nicht die Autoren die schuld sind, sondern die Verleger, die alles bis zum letzten auspressen und immer mehr fordern, aber warum macht man das mit? Wirklich nur, weil man sonst kein Buch mehr bei dem betreffenden Verlag unterbringen kann? Finde ich irgendwie schade. Früher hieß es Klasse statt Masse, heute ist es meist umgekehrt. Wohl eine Entwicklung der Zeit, ist ja beim Fernsehen mit seinen Soaps und Endlosserien auch nicht anders.

[1] Die Rede ist von Lycidas, Lilith und Lumen die ganz klar von Neil Gaimans Neverwhere (dt. Niemalsland) inspiriert worden ist. Nur schafft es Gaiman in einem Band eine fesselndere Geschichte zu erzählen als Marzi in drei.

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