31. Juli 2009
Irgendwie und Sowieso war unsere Kultserie, damals. Heute, wir sind Anfang Vierzig, wissen wir auch, warum. Nicht nur, weil der Sir so staatszersetzend schräg war. Oder weil die Typen sich alles trauten und keine Angst hatten, vor nichts und vor niemand.
Was uns bewegt, das ist das Scheitern der eigenen Träume, das Ende der Jugend, die geplatzte Seifenblase von der ewigen Freundschaft. Das Erwachsenwerden halt, und das ist in Deutschland selten so einfühlsam, so bewegend, so schön, so lustig beschrieben worden.
Und wenn wir jetzt so vor der Glotze sitzen, die Gags und coolen Sprüche von damals kennen wir noch auswendig, da kommt eben die andere Seite durch, und sie trifft uns mitten ins Herz: Irgendwie und Sowieso zeigt uns, irgendwie, ein Stück von uns selbst. Ganz leise, aber unheimlich intensiv.
Für mich heisst das vor allem, mein Zuhause ist und bleibt in München. Keine andere Stadt, kein anderes Land. Vorstellen könnte ich mir nur in der Nähe von Meran einen Alterssitz zu haben. Das Klima ist freundlicher, die Leute entspannter. Weniger hektisch.
Pläne die gescheitert sind hatte ich keine, ich hab eigentlich nie eine Lebensplanung gemacht. Immer eher in den Tag hinein gelebt. Auch wenn es nicht den Anschein hatte. Und jetzt ist es anders. Meine Frau bedeutet auch ein Stück Verantwortung für jemand zu übernehmen. Nicht mehr nur Tag für Tag leben, denken, handeln. Es geht nicht mehr nur um mich.
Das hat mir der Unfall klar gemacht.
29. Juli 2009
An sich eine feine Sache, wenn jemand einen Unfall hat, steht ihm ein Leihwagen zu. Um die Kosten im Rahmen zu halten, eine Klasse niedriger als das verunfallte Modell. Finde ich nicht so toll, immerhin hat der Idiot mein Auto zu Brei gefahren und dafür darf ich auch noch auf den gewohnten Komfort verzichten.
Aber zurück zum Thema, so ein Leihwagen bei Audi ist immer schwarz, außen wie innen und hat ein Sportfahrwerk das es einem die Bandscheiben ruiniert, wenn die nicht eh schon kaputt sind. Wie immer hat man mir einen Audi TT angeboten, hab ich dankend abgelehnt, zur Belohnung hab ich einen A5 bekommen. Schickes Auto, große Türen, Man sitzt irgendwo knapp über dem Asphalt und wenn man länger als 10 Minuten auf einer durchschnittlichen deutschen Straße unterwegs ist, dann tut einem alles weh.
Die werden auch nicht vom Audizentrum vermietet, sondern von Europcar. Die haben ihren eigenen Counter und bohren den ganzen Tag in der Nase. Ist komisch, ist aber so. Und weil sie eben bei Audi sind, haben sie nur selbige im Angebot. (Ist okay, weil ist auch meine Lieblingsautomarke, jedenfalls bis ich mir einen Lambo oder Maserati kaufen kann.
) In schwarz. Außen wie innen. Wer bitte bestellt diese Fahrzeuge? Den oder die würde ich gerne mal kennenlernen und ein paar Takte plauschen. So ich hoffe das der Gutachter auf Totalschaden entscheidet, wie es auch meine Anwältin vor hat. Denn dann ist der Weg frei für was neues. Natürlich einen Audi. Weil für Lambo oder Maserati, da fehlen noch ein paar Euro.
26. Juli 2009
Am 25.7. gegen 18:40 Uhr hat sich mein Audi von mir verabschiedet. Ein ausländischer Mitbürger der sich zuvor auf einer Hauptstraße ein Rennen mit einem weiteren Autofahrer geliefert hat und u. a. zwei weitere Fahrzeuge schnitt, überfuhr mit ca. 90 km/h innerorts eine rote Ampel und hat mich von rechts erwischt. Mein nicht gerade leichtes Auto wurde dabei über die ganze Kreuzung geschoben, walzte einen Zaun nieder und kam anschließend in den Büschen zum stehen.

Glücklicherweise waren keine Fußgänger im Weg gestanden. Der Aufprall war so heftig, das der Fahrerairbag, der Beifahrerairbag, die beiden rechten Seitenairbags in den Sitzen (vorne und hinten) und der Kopfairbag gezündet haben. Mein Auto ist vermutlich ein wirtschaftlicher Totalschaden. Genau kann ich mich nicht mehr erinnern, ich hab noch aus den Augenwinkeln etwas von rechts kommen sehen, dann hat es schon gekracht. So ein Luftsack zündet so schnell, das man das nicht mitbekommt. Nachdem sich der Treibgasnebel verzogen hat, bin ich – zum erstaunen der umstehenden Passanten – wohl erstmal ausgestiegen. Äußerlich unverletzt. Der sofort alarmierte Notzarzt stelle dann auch nur ein paar Prellungen (vom Gurt) fest, sonst scheint mir nix passiert zu sein. Sicherheitshalber werde ich morgen aber auf jeden Fall zum Hausarzt gehen. Danach zum Anwalt.

Nebenbei bemerkt, der unfallverursachende Depp hat ebenfalls einen Totalschaden erlitten. War auch ein Audi A6, nur das Vorgängermodell. Nachdem er mich erfolgreich abgeschossen hat, rammte er gleich noch einen Skoda, dessen Beifahrerin im zweiten Monat schwanger ist. Manchmal frag ich mich, warum es nicht den Führerscheinentzug auf Dauer gibt. Den hätte der Verursacher auf jeden Fall verdient.

Im übrigen ist es schon interessant wie viele Gaffer bei einem Unfall herbeieilen. Es waren aber auch viele hilfsbereite Menschen darunter.

25. Juli 2009
1. Jahrestag. 25. Juli 2009. ;(

23. Juli 2009
Es regnet in Strömen, auf der Stadtautobahn darf man nur 80 km/h fahren, alle halten sich dran, nur der BMW Fahrer donnert mit geschätzen 140 km/h an allen vorbei.
Ich steh vor dem Supermarkt, warte auf meine Frau, die noch ein paar Kleinigkeiten für das Abendessen einkauft. Links von mir 2 deutlich ausgeschilderte Behindertenparkplätze. BMW mit einem Pärchen fährt vor, braucht beide Parkplätze, weil einer nicht reicht. Geistige Behinderung rechtfertigt aber noch nicht die Nutzung eines entsprechenden Parkplatzes.
Während “Achmed” von gegenüber seit 2,5 Jahren seine Dauerbaustelle auf öffentlichem Grund eingerichtet hat und die halbe Straße als Privatparkplatz nutzt, bekommen unsere Lieferanten einen Strafzettel über 25 EUR wegen Behinderung des fließenden Verkehrs. Klar hier traut sich die BMW fahrende Polizei noch.
Nein Leute, die drei Beispiele reichen mal wieder vollkommen, das ich nicht mit euch assoziert werden möchte. Bleibt ihr mal lieber unter euch, ihr doofen BMWler…
22. Juli 2009
Okay eigentlich sollte es Cars in Black heissen. Jedenfalls sind mir heute beim täglichen Mittagsspaziergang gleich drei Mercedes aufgefallen. Alle S-Klasse, S 500 um genau zu sein. Hamburger Kennzeichen und alle haben eines gemeinsam. Das Kürzel AIG auf dem Nummerschildhalter. Das steht für American International Group, einem großen international tätigen Versicherungskonzern aus New York. Da frag ich mich doch was die Jungs hier so treiben, mitten in Kleinistanbul. Eigentlich können Sie nur am Erwerb von Immobilien interessiert sein. Was anderes gibt es hier nicht (mit Ausnahme von Drogen, Waffen, Prostitution und Glücksspiel). Witzigerweise fahren die drei Benz immer nur einige Meter, parken wieder an einer Ampel oder in einer Einfahrt, der Fahrer steigt aus, (groß, schlank, grauer Anzug, Sonnenbrille <- kann man die clonen) sieht sich um und steigt wieder ein. Bemerkenswert ist das die drei immer mit einigen Metern Abstand parken.
20. Juli 2009
Am Samstag war ich auf dem Junggesellenabschied eines guten und sehr langjährigen Freundes. Pünktlich kurz nach Mittag ging es vom Hauptbahnhof mit der BOB zum Tegernsee. Eine erste Einkehr auf ein schnelles Helles im Tegernseer Brauhaus fand allgemeine Zustimmung. Als weiterer Programmpunkt war die 1,5 stündige Rundfahrt auf dem Tegernsee im Programm. In letzter Minute haben wir dann auch den Dampfer erreicht, weil der Anlegesteg halt doch nicht direkt neben der Wirtschaft war.

Bis auf eine weitere Gesellschaft hatten wir das Schiff für uns. Nach der Rundfahrt waren noch mal 3 Stunden Tegernseer Brauhaus angesagt. Der Alkoholspiegel begann zu steigen und erste Ausfallerscheinungen gab es spätestens bei der 2. Runde Obstler.
Punkt 19:30 Uhr ging es wieder heim nach München, um 21:00 Uhr war schließlich noch der Nachtwächterrundgang Pflicht. Die 30 Minuten dazwischen wurden im Irish Pub am Dom dazu genutzt in kürzester Zeit ein Guiness zu vernichten. Selbiger Rundgang war mit weiteren 1,5 Stunden ausgelobt.
Bilder gibt es wie immer in Onkel Toms Hütte zu sehen.
Übrigens der Chronist hat während der ganzen Zeit nicht einen Tropfen Alkohol zu sich genommen und dennoch seinen Spass gehabt.
19. Juli 2009
Am Freitag stand wieder die monatliche Cthulhu Runde auf dem Programm. 4 Absagen waren zu verbuchen, daher waren wir nur zu dritt. Statt quatschen wurde eine Runde Arkham Horror mit Der König in Gelb Erweiterung gespielt. Unser Großer Alter Endgegner war Cthulhu himself, von mir gezogen.
Hat uns aber Glück gebracht, denn nach 3 Stunden konnten wir das Spiel für uns siegreich verbuchen.
17. Juli 2009
Das ist genau die Summe die mich die Reparatur meines 12 Jahre alten Eastpak Rucksacks gekostet hat. Der Hersteller gewährt 30 Jahre auf Materialfehler und im Falle eines Falles hat man nur die Kosten für die Hinsendung nach Frankfurt zu tragen.
Nachdem der alte die Grätsche gemacht hat, bin ich nicht umhin gekommen mir einen neuen Rucksack zu leisten. Aber wie so oft kann man sich mit dem neuen, auch wenn in Details verbessert, nicht anfreunden und man trauert dem alten nach. Also endlich aufgerafft und das Reparaturformular runtergeladen, Rucksack verpackt und gewartet. Innerhalb von nur 10 Tagen war er wieder da. 3 neue Reißverschlüsse und eine neu genähte Innenwand. Das kann sich sehen lassen. Fals jemand einen fast neuen Rucksack haben möchte, dessen Neupreis bei 85 EUR lag, ich hab einen abzugeben und über den Preis wird man sich sicher auch einig.
14. Juli 2009
Hätte ich die Kategorie Peinlichkeit der Woche, die Folierung von Autos wäre so ein Fall. Am schlimmsten ist die Fahrzeugvollverklebung in matt, wie es so schön heisst. Beliebteste Farbe ist dabei schwarz. War nicht anders zu erwarten und sieht scheisse aus. Wegen der hohen Kosten ist dies für den besser betuchten Proll die Möglichkeit sein Auto zu pseudoindividualisieren. Vornehmlich Porsche, Mercedes SL und dicke Geländewagen fahren damit in der Gegend rum. Im Stealthlook durch die deutschen Großstädte.
Natürlich kann man auch andere Farben als schwarz wählen, kackbraun für den BMW X6 wäre noch eine Möglichkeit. 2:0 für die doppelte Geschmacksverirrung. Einer unserer Nachbarn hat sein schönes, dunkelblaues M3 Cabrio auch eine Verklebung verpasst. Schwarze Motorhaube, der Rest in Bronze. Wer’s mag…