Ruhe im Bog

Es tut sich wenig derzeit hier im Blog. Irgendwie fehlt mir die Motivation zum schreiben, das Wetter tut sein übriges. Dafür hab ich grad auf WordPress 3.0 geupdatet, bisher klappt alles ohne Probleme.

Das Wochenende bringt ein wenig Abwechslung, heute Cthulhu und am Sonntag nach langer Zeit wieder Sherlock Holmes Criminal Cabinet. In der Cthulhu Runde bin ich der Neue mit der Erfahrung, aber es macht wirklich Spass mit Newbies im Cthulhu Bereich zu spielen. Die gehen oft viel unverkrampfter an die Dinge ran. Ich bin froh das ich da dabei bin. Im übrigen sind es die gleichen lieben Leute, die mit mir Labyrinth Lord spielen.

Da ich mit Rollenspielrunden genug eingedeckt bin brauche ich noch eine mehr oder wenig regelmäßig stattfindende Brettspielrunde. Heroquest, Doom oder Descent, die letzten beiden bitte im Kampagnenmodus. Auch für Arkham Horror bin ich wieder zu begeistern. Also immer her mit Terminvorschlägen.

Was gibt es sonst noch neues, am Montag erscheint iOS 4 für das iPhone, welches ab Ende der kommenden Woche in der neuen Version als iPhone 4 auf den Markt kommt. Schade das es in Deutschland wieder nur exclusiv von T-Mobile vertrieben wird. Die Tarife sind einfach zu teuer.

Dazu kam am Dienstag OS X 10.6.4 und am Mittwoch folgte iTunes 9.2, die Voraussetzung um iOS 4 nutzen zu können. Beide Updates verliefen problemlos.

Zu guter letzt wurde auch das Backend von Mobile Me komplett überarbeitet und sieht nun nicht mehr aus wie die Betaversion sondern eher wie die neuen Apps. Sehr gefällig das ganze.

Und wer sich für meinen Businessplan interessiert, dem geht es gut und er steht kurz vor der Vollendung. Danach muss er geprüft werden ob das Geschäftsmodell tauglich ist, dann werden wir weitersehen.

Wiener Blut

Justus Friedrich Freiherr von Großmannsdorf Ruhe in Frieden. Die Ghule in der Wiener Kanalisation sind meinem Professor zum Verhängnis geworden. 1 Stunde bevor das Spiel eh zu Ende war, hab ich im heroischen Kampf das zeitliche gesegnet.

6 Abende hat er durchgehalten, dann war es für ihn zu Ende. Aus nostalgischen Gründen ist es ganz lustig ein 20 Jahre altes Cthulhu Abenteuer zu spielen, aber es ist auch Railroading pur und macht eigentlich keinen Spass. Egal was man so macht, es ist vollkommen bedeutungslos denn es passiert eh nur das was im Abenteuer zu einem bestimmten Zeitpunkt vorgesehen ist.

Trotzdem bereue ich nicht an dem Experiment teilgenommen zu haben.

Daher freu ich mich auf Delta Green und hoffe das es dort anders läuft.

Ist Delta Green das bessere Cthulhu?

Offensichtlich ja denn,

Delta Green ist schon ein wenig anders als Cthulhu. Zwar gibt es auch den Ansatz, die Spielercharaktere langsam in das Netz der Verschwörungen rund um den Cthulhu-Mythos und den amerikanischen Regierungs- und Geheimdienstapparat hineinzuziehen, aber meiner Ansicht nach ist DG eher Cthulhu für Fortgeschrittene.

DG verlagert den Schwerpunkt des Spiels vom Mythos weg hin zur Verschwörung, die es rund um den Mythos gibt. Das wird vor allem im zweiten DG-Band deutlich. Es wird sozusagen vorausgesetzt, dass die Spieler – und damit auch ihre Charaktere – in den Grundzügen über den Mythos Bescheid wissen und nun eher seine Auswirkungen unter den Menschen bekämpfen. Wie ich finde, ein ganz vernünftiger Ansatz, denn nach 20 Jahren Cthulhu winkt meine Gruppe einfach ab, wenn es darum geht, wieder einmal den ahnungslosen Studenten zu spielen, der nicht weiß, was ein Mi-Go ist. Spieler- und Charakterwissen in Einklang zu bringen ist da einfach irgendwann ein notwendiger Schritt, um die Motivation zu erhalten.

Natürlich ist das dann kein klassisches Cthulhu mehr, aber das will DG ja auch gar nicht sein. Der Hintergrund zeigt eher, dass die Stärke von Cthulhu in der Vielfalt liegt.

- Marcus J.

Die 20 Jahre sind das auslösende Moment. Ich spiele ja Cthulhu ein paar Jährchen länger, aber das Problem ist das gleiche, wie es Marcus beschreibt. Und heute – bei unserer Cthulhu Revival Runde – musste ich feststellen das alle Delta Green kennen und dem Setting auch nicht abgeneigt sind. Ich habe DG zuletzt vor ein paar Jahren gespielt als Akte X seinen Höhepunkt in Deutschland hatte. Irgendwann hab ich das Interesse an Akte X verloren und damit auc an Delta Green. Verschiedene Versuche das ganze wieder zu reaktivieren sind immer gescheitert. Bis heute. Ich mach mir doch tatsächlich Gedanken ob ich statt Cthulhu und Unknown Armies nicht einfach Delta Green spielen sollte.

Interessanter als Cthulhu Now wäre es auf jeden Fall. Ich denke ich werde die Idee eine Woche oder so gären lassen, dann werden wir sehen ob ich noch ernsthaftes Interesse habe.

Edit: Kleiner Nachtrag, passend dazu hat Oliver in Cthulhus Ruf einen guten Artikel geschrieben, dem weitere folgen: Mythosjäger – aktiv gegen Cthulhu.

Calling the King

Synapscapes Artikel mit den Miniaturen in Cthulhu hat mich wieder dazu gebracht meinen Abschied von selbigem ein wenig zu überdenken. Jedenfalls hab ich spontan Lust bekommen den zweiten Teil von John Wicks Curse of the Yellow Sign Trilogie: Calling the King zu leiten. Schon das vorherige Abenteuer Digging for a Dead God war gut gemacht und hat mir auch gefallen.

CtK spielt in einem Hotel, 3 Paare, alle Schauspieler von Beruf sind irgendwo im Nichts in Colorado und diese eine Nacht wird ihr Leben verändern.

Oder wie John Wick schreibt:

Calling the King is not an “adventure.” That word has a particular connotation I’m trying to avoid.

Most people think of Call of Cthulhu adventures as mysterious monster hunts full of clues, blasphemous books, unspeakable monsters, cultists and desperate violence. This series of scenarios has none of that. Instead, we are using isolated locations and small groups of people thrown into situations they are unprepared to deal with. In Digging for a Dead God, we had a small group of soldiers [...].

In Calling the King, we’ll be dealing with a similar situation, but the circumstances are very different.

Die Streichung musste sein um nicht alles zu verraten… :) Aber das schöne an der Reihe ist, das es eigentlich Cthulhu für Erwachsene und abseits der ausgetretenen Pfade ist. Also genau das, was mich am Rollenspiel fasziniert und das ich versuche bei Unknown Armies zu bekommen.

Miniaturen bei Cthulhu

Oliver hat im Cthulhu Blog einen interessanten Artikel veröffentlicht. Okay ich bin ehrlich, die Bodenpläne sind es, die mich fasziniert haben. Mich erinnert das an frühere Zeiten bei AD&D als ein einzelnes Abenteuer unglaublich an Tiefe gewonnen hat, weil ein kleines Fischerdorf als Bodenplan der Box beigelegt war und der Spielleiter Miniaturen einsetzte. Bei sowas werden bei mir immer angenehme Erinnerungen wach.

Ich würde mir fast wünschen, wieder einen Spielleiter zu finden, der so einen Aufwand für Cthulhu betreibt. Da würde ich vermutlich sofort wieder mitspielen.

Warum noch Cthulhu spielen?

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
Erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist zu spät für mich.

Im Cthulhu Forum fragt gerade ein Neuling, warum man Cthulhu spielen soll. Ich frage mich, warum ich noch Cthulhu spielen soll? Oder besser gesagt, warum soll ich noch Cthulhu leiten, wenn es mir nichts mehr gibt. Am vergangenen Wochenende hab ich den Herr von Kersalamand geleitet und dabei kam keine Stimmung auf bei mir. Die Spieler waren alle gut, haben sich bemüht aber mir ist das Spiel immer wieder entglitten. Ich musste mich zusammenreissen, war bemüht aber auch müde und genervt. Zum einen, weil es mir nicht möglich war die entsprechende Stimmung zu vermitteln und zum anderen weil in mir nicht das Gefühl der inneren Befriedigung so wie früher aufkam.

Seit ein paar Jahren fällt mir das leiten schon zusehends schwerer, ich fühle mich ideenlos und ausgebrannt. Mit der Zeit und einer Pause wurde das auch nicht besser. Mein Heil suche ich im spielen. Das klappt ganz gut und bisher sind auch nette Runden zustande gekommen. Ich bin innerlich unruhig und auf der Suche nach DEM Spiel das es eigentlich nicht gibt. Irgendwas das das Feuer das ich früher als Spielleiter verspürte, wieder schürt, entfacht.

PS: Wenn ich den Artikel gerade so Korrektur lese, stelle ich fest, das ich mir die Frage schon mehr als einmal gestellt hab. Ich bin auch ein sehr wankelmütiger Mensch, leicht zu begeistern und noch leichter abzulenken. Das erklärt wohl das einleitende Zitat, den das Kind ist noch da, ganz tief, verschüttet, aber noch da.

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